Wenn eine idyllische Ferieninsel zum Albtraum wird ...


Sebastian Bergstein begibt sich widerwillig nach Schweden, um der Seebestattung seiner Stiefmutter im Kreise der Familie beizuwohnen. Zu diesem Anlass reisen sechs Erwachsene, ein missmutiger Teenager, ein Kleinkind und ein Hund auf die abgelegene Insel Tjårsön. Vor Sebastian liegt eine scheinbar endlose Woche. Bald schon brodelt es in der Gruppe: Ehekrisen, sexuelle Spannungen und alte Feindschaften brechen auf.

Dann verschwindet der vierzehnjährige Jonas spurlos. Wenig später macht Sebastian eine entsetzliche Entdeckung. Und es stellt sich heraus, dass die Verbindung zum Festland abgeschnitten ist ...

 

 

Bei Amazon erhältlich als eBook und als Taschenbuch (245 Seiten).

 

 

 

 

 

 

 

Leseprobe:

 

«Was ist denn das für‘n Scheiß hier? Kein Netz!»

Der Junge hing mit dem Oberkörper über der Reling und streckte die Hand mit dem Mobiltelefon weit von sich.

Sebastian Bergstein machte sich nicht die Mühe einer Antwort. Es war nicht ganz klar, ob Jonas überhaupt mit ihm gesprochen hatte. Stattdessen zuckte er mit den Schultern und blickte mit halb zusammengekniffenen Augen über das Meer. Der strahlende Sonnenschein spiegelte sich in den Wellen und warf ein gleißendes Funkeln zurück, das ihn blendete. Himmel und Wasser waren von einem fast unnatürlichen, postkartenkitschigen Blau. Ein Teil von Sebastian registrierte die wunderbare Einzigartigkeit der Umgebung, während die Fähre durch die spiegelglatte Ostsee pflügte. Der andere Teil von ihm wollte, dass er weit fort wäre. Es gab keinen bestimmten Ort, an den er sich wünschte. Nur irgendwo sein, aber nicht hier.

Die Fähre hielt Kurs auf eine Insel namens Tjårsön. Sie war Teil eines ganzen Archipels von mittelgroßen bis winzig kleinen Inseln, das hatte Sebastian der Seekarte am Anlegesteg entnommen. Nachdem sie vor etwa einer halben Stunde in Varshamn abgefahren waren, hatte das Schiff Kurs auf die offene See gehalten. In den letzten Minuten waren sie bereits an ein paar versprengten Inseln vorbeigekommen, also nahm er an, dass sie in Kürze ankommen würden. Die Eilande waren allesamt zu klein für eine Besiedlung, höchstens ein Bootshaus oder eine Anglerhütte hatte er im Vorbeifahren entdecken können. Dann kreuzten sie ein, zwei größere Inseln mit mehreren Häusern, die in dem offenbar unvermeidlichen Falunrot angestrichen waren, die Fensterrahmen und Dachfirste in frischem Weiß abgesetzt. Auf den Dachfirsten oder im Vorgarten wehte die blau-gelbe Flagge. Sogar aus der Ferne dachte man unweigerlich an Bullerbü.

(...)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kommentare: 1
  • #1

    Centrifugal Juicer (Samstag, 13 April 2013 05:05)

    This is a great blog post! Thanks for sharing!