Die Geschichte einer wunderbaren Freundschaft für Kinder ab 7 Jahren.

Mia hat es gerade nicht so leicht in der Schule. Dann trifft sie Serafina, die im Handumdrehen alles auf den Kopf stellt. Mia sagt plötzlich Sachen, die sie vorher nie gewagt hätte. Sogar mit der gefürchteten Klassenzicke legt sie sich an. Doch keiner kennt Mias Geheimnis, denn nur sie kann die Maus Serafina sehen ...

 

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Leseprobe:

(...)

Die Maus namens Serafina hatte unterdessen Mias linke Schulter erklommen. Wie das Fell sich wohl anfühlte? Noch wagte Mia nicht, sie zu berühren, geschweige denn, sich zu bewegen. Aber da wurde sie schon angetrieben.

„Worauf warten wir denn noch, bitte schön?“, piepste Serafina, „ich bin schon ganz gespannt auf mein neues Zuhause. Und wie ich schon sagte, ich habe Hunger! Hörst du meinen Magen knurren?“

Mia lauschte angestrengt, konnte aber beim besten Willen nichts vernehmen. Wie laut konnte so ein winziger Mäusemagen schon knurren? Aber sie wollte nicht unhöflich sein.

“Natürlich, du sollst gleich etwas zu essen bekommen. Was magst du denn gern, ich kenne mich da nicht so aus. Käse vielleicht?“

„Ach, ich fresse fast alles, du wirst schon sehen, ich bin da ganz unkompliziert. Aber können wir jetzt vielleicht mal los, ich habe lange genug in diesem stinkenden Gebüsch gesessen und auf dich gewartet. Das wurde auch höchste Zeit, wenn ich das mal sagen darf!“

Schuldbewusst schob Mia sich rückwärts aus dem Unterholz heraus. Im Sonnenlicht richtete sie sich ächzend auf. Sie hatte ganz schön lange da drinnen gehockt, so kam es ihr jedenfalls vor. Sie bückte sich und klopfte vorsichtig ihre schmutzigen Hosenbeine ab. Allerlei Zweige, Blätter und Erde rieselten zu Boden. Dabei passte sie auf, dass die Maus sicher auf ihrer Schulter sitzen blieb. Dann griff Mia nach dem Fahrradlenker und fing an zu schieben. Mit einer Maus auf der Schulter traute sie sich nicht, zu radeln. Nicht auszudenken, wenn sie hinunterfiel, denn für die kleine Serafina war Mia ja wie ein Riese, hoch wie ein Turm.

Während sie schob, fiel Mia etwas ein, was die Maus eben gesagt hatte.

„Was meinst du damit, dass du auf mich gewartet hast? Du konntest doch nicht wissen, dass ich ins Gebüsch falle. Oder dass ich nachher wiederkommen würde!“

Serafina schwieg. Mia sah die Maus auf ihrer Schulter an, doch die blickte in die andere Richtung, als hätte sie nichts gehört. Kurz darauf waren sie bei Mia zu Hause angekommen. Sie blieb vor dem Gartentor stehen und überlegte. Dann sagte sie: „Du, ich weiß gar nicht, ob Mama mir erlauben wird, ein Haustier zu halten, auch wenn es so klein ist. Außerdem haben wir keinen Käfig!“

Ehe sie sichs versah, war die Maus über Mias Arm gelaufen und mit Anlauf hinüber auf den Zaun gesprungen. Von dort erklomm sie eine der hölzernen Kugeln auf dem Pfosten neben der Eingangspforte. Dort stellte sie sich auf ihre winzigen Hinterbeine und stemmte die Pfoten in die Seite. Sie reckte sich, soweit das einer kleinen Maus überhaupt möglich war, und machte ein böses Gesicht. Ja, und zwar so sehr, dass Mia erschrak.

„Ich höre ja wohl nicht richtig! Ich bin empört“, rief sie und sah auch so aus, „erstens bin ich kein Haustier, zweitens nicht klein, jedenfalls nicht sehr, und drittens lasse ich mich doch nicht einsperren! Ein Käfig? Soweit kommt es noch, nein, nicht mit mir!“

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Kommentare: 1
  • #1

    Centrifugal Juicer (Samstag, 13 April 2013 05:05)

    This is a great blog post! Thanks for sharing!